Posts for Tag: Qualitätsjournalismus

Leserbrief an die nrz, Beitrag vom 16.9.2016, Update vom 25.9.2016

Glauben Sie, Herr Peter Toussaint, im Ernst, dass je ein Zugbegleiter einen „besoffenen Randalierer“ so kuschelnd angesprochen hat? Da Sie Anführungsstriche gesetzt haben, gehe ich davon aus, dass das ist ein Zitat ist. Wo treiben Sie sich denn rum?

Der vollbesetzte Zug ist jedenfalls nicht ihr bevorzugtes Beförderungsmittel. Ihnen würde sonst gruseln, wenn ein Sicherheitsmann mit „knurrendem Rex“ durchs Abteil patrouillierte. Wenn eine „selbstbewusste Doppelstreife die Assis aus dem Zug wirft, die sich nicht zu benehmen wissen“ müssen auch Sie aufpassen und Ihre Trollsprache überarbeiten. Ich wünsche Ihnen nicht, dass Sie als besorgter Journalist in der Nähe sind, wenn jemand, um sich sicherer zu fühlen, in (putativer) Notwehr zum Pfefferspray greift. Der Luftzug ist tückisch.

Deeskalation kann man lernen, sowohl als Zugbegleiter, als auch als Journalist mit Berufsethos.

Matthias Seifert

Der Leserbrief wurde nicht abgedruckt, wohl aber jener:

Update:

 Der Postillon startete eine Umfrage.: 

Sonntagsfrage: Was halten Sie davon, dass die Bahn Zugbegleiter mit Pfefferspray ausstatten will?

Der Amokjournalist

„Der eigene Sohn, ein durchtriebener Massenblattmacher. Wie können die Eltern von Amokjournalist Kai D. mit diesem Gedanken leben? Der Vater ist evangelisch, die Mutter Katholikin – sie führten ein Leben in Bielefeld-Brackwede. Dann stürzte Germanwings-Flug 9525 in den Alpen ab. Und Kai D. ließ seine Reporter von der Leine.

Konkret-Reporterin Marit "Horn" Hofmann berichtet aus Bielefeld.

Ein Film von Fritz Tietz.“

[konkret]

Alles Stasi außer Mami

Malte Daniljuk 25.02.2015

Die Journalisten-Familie Eigendorf recherchiert zurück. Man wähnt sich im Krieg - nicht nur in der Ukraine

Die Sprecherin des Vereins "Ständige Publikumskonferenz", Maren Müller, erfuhr über eine Behördenanfrage, dass Die Welt sich für sie interessiert. Deren Investigativteam, geleitet von Jörg Eigendorf, recherchiert das Wissen der Stasi über Maren Müller, deren Verein wiederholt seine Ehefrau, Kathrin Eigendorf vom ZDF, kritisiert hatte.

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Norbert Häring: „Die deutschen Medien versagen in der Griechenland-Berichterstattung auf ganzer Linie“

Bei uns sind die Zeitungen voll von Meldungen darüber, was Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis Schlimmes anstellen. Unter anderem, dass sie den Beamtenapparat durch Neueinstellungen wieder aufblähen. Gemeint sind natürlich nur Staatsangestellte, nicht wirklich Beamte. Hier ein abschreckendes Beispiel für solch populistisches Tun.

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Prawda

Selbstauskunft des Spiegel:

„Neben dem Erscheinungstag ändert sich auch die Markenbotschaft des SPIEGEL. Jahrzehntelang hieß es: SPIEGEL-Leser wissen mehr. In Zeiten allgegenwärtiger Information im Internet kommt es heute aber nicht allein darauf an, mehr zu wissen - sondern vor allem darauf, mehr zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen, die Bedeutung von Geschehnissen einschätzen zu können.

Fanatiker jedweder Couleur, aber auch Regierungen und Geheimdienste, Parteien und Konzerne versuchen, die Wahrnehmung der Wirklichkeit zu beeinflussen. Mehr denn je brauchen demokratische Gesellschaften deshalb unabhängige und unbestechliche Medien, die keine Angst vor der Wahrheit haben. 

In der Flut von Informationen, die täglich, stündlich, minütlich über uns alle hereinbricht, scheiden SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE das Wichtige vom Unwichtigen, sie machen Kompliziertes überschaubar, und sie erklären und ordnen die relevanten Geschehnisse ein. Deshalb lautet die neue Markenbotschaft des SPIEGEL von jetzt an: "Keine Angst vor der Wahrheit". Dieser Slogan formuliert unseren Anspruch an uns selbst und unser Versprechen an Sie, unsere Leserinnen und Leser.“