Risikogruppen als Sündenböcke und Laschet

Mela Eckenfels (@Felicea): Liebe CDU-Mitglieder, wir müssen reden.

Zuerst, ihr habt Friedrich Merz nicht zum Vorsitzenden gewählt. Das ist gut. 

Allerdings hat sich das Gefühl der Erleichterung dann doch recht schnell verflüchtigt, als mir klar wurde, wen ihr statt dessen gewählt habt:

Mela Eckenfels (@Felicea): Nämlich Armin Laschet. Der Armin Laschet, der den beinahe historischen Schritt gegangen ist, Behindertenpolitik tatsächlich zum Wahlkampfthema zu machen. 

Nur eben leider nicht, in dem er auf Behindertenverbände zugegangen ist und die UNBRK in NRW endlich konsequent umsetzt.

Mela Eckenfels (@Felicea): Sondern, in dem er die _Abschaffung_ von Inklusion zum Wahlkampfthema machte, um damit Stimmen von Bildungsbürgern zu fangen, die nicht wollen, dass ihr Kind in der Schule neben einem behinderten Kind sitzt.

Mela Eckenfels (@Felicea): Und die Stimmen von Lehrern, die keine behinderten Kinder im Unterricht wollen, denn 'sonst hätten sie  ja Sonderpädagogik studiert'. 

Die CDU hat in NRW, zusammen mit der FDP, Wahlkampf für den _Abbau_ von Menschenrechten geführt.

Mela Eckenfels (@Felicea): Da könnt ihr jetzt natürlich sagen, Behindertenpolitik ist nun nicht wirklich so euer Fokus, wenn es um die Parteiführung und die Bundespolitik geht.

Und ich muss sagen: Das sollte aber euer Fokus sein.

Mela Eckenfels (@Felicea): Denn die Behindertenpolitik ist richtungsweisend, wo eine Partei steht. Wie es um ihre Ethik, ihre Moral, ihr Gewissen bestellt ist. 

Wie es darum bestellt ist, sehen wir in NRW und von NRW ausgehend gerade täglich.

Mela Eckenfels (@Felicea): Natürlich wird Laschet seine Berater, seine Vertrauten auch mit in die Bundespolitik bringen und natürlich sagt die Wahl dieser Berater und Vertrauten viel darüber aus, wo Laschet steht. Wo sein ethischer Kompass hinweist.

Mela Eckenfels (@Felicea): Dieser Kompass steht sehr deutlich auf Sozialdarwinismus. 

Es ist NRW, es ist Laschets Berater Streeck, der gerade täglich das Märchen vom "Risikogruppen schützen" herunterbetet und damit meint, dass man die Kasernen in denen Risikogruppen untergebracht sind, abschottet.

Mela Eckenfels (@Felicea): Und das ist weit, weit mehr als nur eine Abwiegelungstaktik um Maßnahmen ausweichen zu können, die erst mal die Wirtschaft weiter einschränken würden. 

Dieser Kniff, zeichnet 'Risikogruppen' nämlich seit Anbeginn der Pandemie, als Gruppe, die nicht wirklich dazu gehört.

Mela Eckenfels (@Felicea): Er macht Risikogruppen auch zu Sündenböcken. Denn er impliziert, dass all die Maßnahmen im Moment nur deswegen nötig sind, damit die Risikogruppen nicht sterben. Er impliziert die unzutreffende Annahme, es sei normales Leben möglich, wären da nicht diese Risikogruppen.

Mela Eckenfels (@Felicea): Das Menschen mit Behinderungen (und in diesem Fall auch Menschen mit chronischen Erkrankungen und alte Menschen) zu Sündenböcken gemacht werden, ist nicht neu aber es ist immer ein Warnsignal. 

Literaturtipp: Scapegoat: Why We Are Failing Disabled People 

https://amzn.to/2LOe29Y

Mela Eckenfels (@Felicea): Es gibt eigentlich kaum eine schlimmere Form des Otherings. "Die" gehören nicht dazu. Schlimmer noch: "Die" halten uns 'Normale' zurück. "Die" belasten unsere Gesellschaft. 

Das Narrativ "Die halten uns Normale zurück" sah man im Anti-Inklusions-Wahlkampf.

Mela Eckenfels (@Felicea): Bei dem natürlich die alten und unzutreffenden Legenden wiedergekäut wurden, dass es auf Kosten der nichtbehinderten Kinder geht, wenn sie mit behinderten Kindern zusammen lernen. (Spoiler: tut es nicht.)

Mela Eckenfels (@Felicea): Diese Narrative haben bereits öfter in der Geschichte völlig ausgereicht um Übergriffe auf und Pogrome an behinderten Menschen auszulösen. 

Das sind keine unschuldigen politisch-rhetorischen Tricks. 

Das ist Benzin versetzt mit Waschpulver.

Mela Eckenfels (@Felicea): Wenn eine Gruppe nicht zur Gesellschaft gehört, dann ist es in Ordnung, wenn sie ausgesondert wird. Auch von vor allem zu "ihrem Besten". Nichts anderes sagt "Risikogruppen schützen" aus.

Mela Eckenfels (@Felicea): Und genau das ist, was Menschen mit Behinderungen meinen, wenn sie von der Schonraumfalle reden. 

Denn diese Narrative existieren ja auch außerhalb der Pandemie.

Mela Eckenfels (@Felicea): Man sieht es auch daran, dass für Laschet, für Streeck, für alle anderen "Risikogruppen schützen"-Sager, Risikogruppen außerhalb von Einrichtungen gar nicht existieren. 

Das ist ein "selbst schuld"-Narrativ über die Bande.

Mela Eckenfels (@Felicea): Selbst schuld, wenn ihr nicht dort lebt, wo wir euch schützen können. Wenn ihr euch in Gefahr begebt, müsst ihr auch mit der Gefahr leben. 

Damit bleibt im Prinzip die Wahl: sich ausgrenzen lassen oder auf Unterstützung verzichten. Beides grenzt aus. Isoliert.

Mela Eckenfels (@Felicea): Um es abzuschließen: 

Unter Laschet gehören Menschen mit Behinderungen nicht dazu. Sie sind eine Last. Man lässt sie natürlich nicht einfach verrecken, das wäre ja unmenschlich, aber man schränkt den Teil, in dem sie sich bewegen dürfen, soweit ein, wie es der Gesellschaft dient.

Mela Eckenfels (@Felicea): Wer nicht dem Ideal entspricht, nicht gesund, 'able bodied' und wahrscheinlich weiß, hetero und männlich ist, muss sich mit dem begnügen, das die Gesellschaft bereit ist zu geben. Mit Almosen.

Ist das, wir ihr euch die Gesellschaft vorstellt, liebe CDU-Mitglieder?

Mela Eckenfels (@Felicea): Eine Gesellschaft, die eine Gruppe ausschließt, wird morgen andere Gruppen ausschließen.

Eine Gesellschaft, die eine Gruppe zurücklässt, wird morgen andere Gruppen zurücklassen.

In diesem Sinne: Dieses Jahr ist ja Wahl. #CripTheVote

Mela Eckenfels (@Felicea): And so it begins: 

Mela Eckenfels (@Felicea): Was ich mit dem Hinweise auf den ethischen Kompass meine. Wem Menschen mit Behinderungen egal sind, dem sind auch sonst Menschen weitgehend egal:

Mela Eckenfels (@Felicea): 



Der uninformierte Gesundheitsminister, was macht er eigentlich beruflich?

Cornelius Roemer | worried about #b117 (@CorneliusRoemer): Ganz schöner Schnitzer für einen Gesundheitsminister:

Spahn behauptet fälschlicherweise, dass alle Nachweise der englischen #B117 Variante in D Reisezusammenhang haben. Das stimmt nicht. Solingen vor einer Woche (keine Quelle auffindbar). Leverkusen Altenheim heute. Thread 1/

https://twitter.com/CorneliusRoemer/status/1351299862197899268/video/1

Cornelius Roemer | worried about #b117 (@CorneliusRoemer): Es wäre schön, wenn wir alle Eintragungen erfolgreich bei Einreise gefunden hätten - das scheint Spahn sagen zu wollen: bisher alles unter Kontrolle.

Falsch. Wir haben leider fast nur bei Reisenden gesucht. Oder wie Trump sagt: If you don't sequence, you don't have variants... 2/

Cornelius Roemer | worried about #b117 (@CorneliusRoemer): Erster Fall ohne identifizierbare Quelle war vor einer Woche in Solingen. Das hätte Spahn durchaus erreichen können in der Zeit. Anscheinend leider nicht. 3/

Cornelius Roemer | worried about #b117 (@CorneliusRoemer): Heute dann Bericht über Riesenausbruch in Leverkusener Seniorenheim (Solingen ist nur 20min von Lev entfernt!). Damit sich 45 Leute anstecken, muss das schon Wochen dort zirkulieren. Das passt überhaupt nicht zu dem was Spahn bei PK sagt: nur Reisende. 4/

Cornelius Roemer | worried about #b117 (@CorneliusRoemer): Übrigens unterschlägt Spahn zwei weitere Fälle von #B117, die nicht im direkten Zusammenhang mit England stehen.

Vor 3 Wochen gab es Bericht über Berufsreisenden der sich in Tschechien angesteckt haben soll. Tschechien ist ziemlich weit weg von England. 5/

https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/coronavirus-mutation-in-nrw-nachgewiesen_aid-55429235

Cornelius Roemer | worried about #b117 (@CorneliusRoemer): Gestern wurde von Spanien-Berufsreisender mit #B117 berichtet. Wiederum: Spanien ≠ England.

Zu Spanien und Tschechien und Portugal (mit massiven #B117 Problemen) sind die Grenzen übrigens weiterhin offen. Spahn weiß ja von nichts. 6/

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/coronavirus/Corona-Mutationen-in-SH-Berliner-Charite-bestaetigt-Verdacht,coronamutation104.html

Cornelius Roemer | worried about #b117 (@CorneliusRoemer): Unglaublich, dass @Sven9161 und ich in ein paar Stunden einen besseren Überblick über die #B117-Situation geschaffen haben als Spahn mit einem ganzen Ministerium. Das ist peinlich. Vielleicht sollte mal jemand im @BMG_Bund unsere Tabelle teilen. 7/

https://docs.google.com/spreadsheets/d/1G-2TAslg1KOOlHayxVd8WMEia2wln02j_OerBHZjpnA/edit#gid=0

Cornelius Roemer | worried about #b117 (@CorneliusRoemer): Es ist mittlerweile völlig klar: #B117 ist in Deutschland, und verbreitet sich unkontrolliert. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir eine Situation wie in London haben. Außer wir bringen R jetzt runter auf 0,7. Dann haben wir eine Chance mit der Impfung davonzukommen. 8/


Pandemie und Cargo-Kulte

Mela Eckenfels (@Felicea): Ich muss in letzter Zeit viel über Cargo-Kulte im Zusammenhang mit der Pandemie nachdenken. Einfach weil so vieles, was abläuft, sich jeder rationalen Erklärung entzieht.

Mela Eckenfels (@Felicea): Cargo-Kult im Sinne von symbolischen und oft sinnlosen oder gar kontraproduktiven Ersatzhandlungen, die die Pandemie beenden sollen.

(Eine ausführliche Erläuterung des Begriffs folgt im Video weiter unten. ms)  

Eckenfels (@Felicea): Nehmen wir die Masken- und Lockdown-Gegner. Beiden Maßnahmen zusammen ist erst mal gemein, dass sie eine Umstellung des eigenen Lebens erzwingen, neu sind und dass sie einem aufgezwungen werden.

Mela Eckenfels (@Felicea): Masken selbst sind aber für die allermeisten Menschen absolut kein Problem, sondern eher eine kleine Unannehmlichkeit, an die man sich theoretisch schnell gewöhnen könnte.

Mela Eckenfels (@Felicea): Vor allem ist es eine verhältnismässig niedrigschwellige Methode, sich gegen die Ansteckung mit und Übertragung eines Virus zu schützen. 

Dem gegenüber steht aber ein Widerstand gegen das Tragen von Masken, der absolut unverhältnismässig ist.

Mela Eckenfels (@Felicea): Das fängt an mit den Versuchen, zu beweisen, dass Masken ohnehin  nichts nutzen. Was wiederum an die Versuche der Beweisführung, das Fahrradhelme nichts nutzen erinnert. In beiden Fällen ist die Antwort eigentlich ein No-brainer. Barriere zwischen sich und der Umwelt.

Mela Eckenfels (@Felicea): Barriere zwischen Schädel und Asphalt. Barriere zwischen Nase und Ausatemluft des Gegenübers. 

Natürlich wäre es sinnvoll, sich darüber zu unterhalten, welche Stoffe sich für Masken eignen, welche wirklich schützen, welche nur ein Placebo sind. Darum ging es aber ja nie.

Mela Eckenfels (@Felicea): Sondern, zieht man das Fazit aus den Behauptungen: Masken nützen nichts & die Maschen sind zu groß, um Viren oder Bakterien zurückzuhalten, aber Kohlendioxid kann nicht mehr entweichen, man bekommt keinen Sauerstoff mehr und es bleiben hochgefährliche Bakterien und Pilze hängen.

Mela Eckenfels (@Felicea): Das geht bis zu den armen Kindern, die an den Masken gestorben sind. Ihr kennt alle das Video. Das geht bis hin Masken als Maulkorb* zu bezeichnen, was sie natürlich nicht sind. Das geht hin, bis Masken als Symbol der Freiheit oder deren Abwesenheit zu sehen.

Mela Eckenfels (@Felicea): *hat übrigens auch viel mit nicht aufgearbeitetem Kolonialismus zu tun, bzw. dem kritiklosen Umgang damit. Dazu könnte @juergenzimmerer sicher einiges sagen.

Mela Eckenfels (@Felicea): Und das gipfelt darin, Menschen, die Masken tragen, am Rande der Querdenker-Demos diese wegzureissen, das Tragen einer Maske sogar im Krankenhaus zu verweigern, selbst wenn die Gesundheit des eigenen Kindes auf dem Spiel steht, oder Bannern auf Facebook.

Mela Eckenfels (@Felicea): Auf denen dann "keine Maske für niemand" steht. 

Ich meine, warum? Klar, kann man die Maske für sich selbst ablehnen und sich selbst einreden 'keine Angst' zu haben. Aber warum fordert man es für andere?

Mela Eckenfels (@Felicea): Man sieht, denke ich, dass dahinter völlig irrationales und ja, kultartiges Verhalten steht, wenn das Leben anderer Menschen (die Risikogruppen angehören könnten) oder sogar weniger gesichtslos, Leben oder Gesundheit des eigenen Kindes auf dem Spiel stehen.

Mela Eckenfels (@Felicea): Verhalten, das auch gar keinen Sinn ergibt, außer man redet sich ein, es gäbe die Pandemie gar nicht. Was einige ja auch tun. Aber eben nicht alle. 

Das gleiche Spiel bei Lockdowns. Sie nutzen nichts, sie schaden nur (und zwar langfristig, auf Generationen hinaus!).

Mela Eckenfels (@Felicea): Da wird immer wieder behauptet, Rückgänge lägen nicht am Lockdown, sondern an XYZ (auch wenn die Zahlen mit ca. 2 Wochen Verzug nach Ende des Lockdowns dann entsprechend in die Höhe schnellen) etc.

Mela Eckenfels (@Felicea): Und, dass einfach so weiterleben am Besten für alle wäre.

Und das, obwohl man deutlich sieht, dass fehlende Maßnahmen oder unzureichende Maßnahmen in verhältnismässig kurzer Zeit das Gesundheitssystem an seine Grenzen bringt.

Mela Eckenfels (@Felicea): Mal von dem unnötigen Verlust von Menschenleben ganz abgesehen. 

Aus der Entwicklung, die es trotz 'Lockdown ultra light', Masken, und der freiwilligen Selbstisolation von vielen Menschen, die das Privileg dazu haben, gibt, könnte man extrapolieren, wie es ohne aussähe.

Mela Eckenfels (@Felicea): Dazu braucht man auch keinen Modellierer, der einem erst ein Diagram malt.

Und wem es an Fähigkeit fehlt, das im Kopf zu überschlagen, der braucht nur mal in die Länder schauen, die das mit der schnellen Herdenimmunität versucht haben. Schweden, UK, USA, Brasilien.

Mela Eckenfels (@Felicea): Und dennoch immer wieder die Forderung, nach einem Ende der Maßnahmen. 

Nach einer Rückkehr zur Normalität. 

Genau an dieser Stelle sehe ich die Parallelen zu Cargo-Kulten.

Mela Eckenfels (@Felicea): Weil es symbolische Ersatzhandlungen sind. 

Masken weg. Kontaktbeschränkungen weg. 

Normalität ist wieder hergestellt und die Pandemie damit beendet.

Mela Eckenfels (@Felicea): Wer so kultisch, magisch denkt, für den sind im umgedrehten Sinne natürlich Masken und Kontaktbeschränkungen die Kulthandlungen, die die Pandemie erst herbeirufen.

Mela Eckenfels (@Felicea): Wem das jetzt zu absurd klingt: ich glaube, dass ich damit durchaus den Nagel bei einem Teil auf den Kopf getroffen habe und zwar nicht nur bei den Hardcore-Leugnern. 

Es gibt immer wieder Aussagen, die meine Vermutungen in diese Richtung bestätigen.

Mela Eckenfels (@Felicea): Denn gerade auch aus Kreisen der Wirtschaft wird absolut irrational agiert. 

Natürlich sind die Kontaktbeschränkungen schlecht für die Wirtschaft. Vor allem stellen sie ganze Branchen wie die Veranstaltungsbranche, die Gastronomie sehr kurzfristig vor existenzielle Probleme.

Mela Eckenfels (@Felicea): Aber gerade Menschen in der Wirtschaft müsste auch klar sein, dass eine in die Länge gezogene Pandemie, bei der immer wieder nachjustiert werden muss, um den gesellschaftlichen Kollaps zu vermeiden, schlechter ist, als kurze aber harte Maßnahmen.

Mela Eckenfels (@Felicea): Gerade Menschen in der Wirtschaft müsste auch klar sein, dass eine Situation, wie jetzt in UK oder ganz extrem, wie in Manaus, auch nicht gut ist. 

Viele Krankenstände bedeuten schon in extremeren Grippe-Jahren Einbrücke, die die Wirtschaft eigentlich gerne vermeiden würde.

Mela Eckenfels (@Felicea): Erneut: um sich vorstellen zu können, was passiert, wenn wir gar nichts unternehmen, braucht es nicht viel Phantasie, nicht viel Berechnung. Man sieht sich einfach die Verläufe an, die wir schon hatten und extrapoliert.

Mela Eckenfels (@Felicea): Oder man sieht zu den vorhin genannten Ländern. 

Man kann sich auch aussrechnen, dass das nicht nur wegen der Krankenstände nicht so richtig gut aussehen würde. 

Weil Leid und Trauer das Konsumverhalten jetzt auch nicht so super anheizt. Außer für gewisse Branchen.

Mela Eckenfels (@Felicea): Also auch hier sind die Rufe nach der Rückkehr zur Normalität nicht so wirklich rational. Eigentlich ruft die Wirtschaft laut nach der für sie im Endeffekt dümmsten möglichen Situation.

Mela Eckenfels (@Felicea): Und es gibt ja durchaus einige Positivbeispiele, die durch rasches, hartes und zielgerichtetes Handeln tatsächlich so etwas wie Normalität erreichen konnten. Immer noch Normalität mit Sonderstatus, aber normaler, als das, was wir gerade haben.

Mela Eckenfels (@Felicea): Aber auch hier: die Ersatzhandlung ist die Wiederherstellung der Normalität und damit ist, so der Glaube, die Pandemie gebannt. 

Zu der Normalität gehört natürlich auch, dass die Schulen normal besucht werden und alle normal zur Arbeit gehen.

Mela Eckenfels (@Felicea): Aber auch hier: die Ersatzhandlung ist die äußerliche Wiederherstellung der Normalität. Das Ziel ist die Beendigung der Pandemie durch das Herstellen von Normalität.

Mela Eckenfels (@Felicea): Aber mit Rationalität, mit Wissenschaft, mit vernunftgesteuertem Verhalten hat das alles nichts zu tun.

Es ist Instinktsteuerung. Es sind Kulthandlungen.

—-

Zur Begriffsklärung (Video)