tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:/posts Matthias Seiferts Posthaven 2017-08-18T05:57:52Z Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1184533 2017-08-17T21:51:22Z 2017-08-18T05:57:52Z Weinberg ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1184532 2017-08-17T21:50:17Z 2017-08-17T21:50:18Z Abendhimmel ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1184457 2017-08-17T15:50:12Z 2017-08-17T15:51:16Z Elite

Stand: 17.08.17 14:18 Uhr

Hitlergruß? Ermittlungen gegen Kompaniechef

von Jochen Grabler, Dennis Leiffels und Johannes Jolmes

Es ist zunächst eine Geschichte einer einzelnen Frau: Anna (Name geändert). So unglaublich, dass wir sie anfangs für eine Räuberpistole halten. Die Rede ist von einer Eliteeinheit der Bundeswehr, einer bizarren Abschiedsfeier und einem Hitlergruß. Nach vielen Gesprächen und Recherchen wird immer klarer: Die Geschichte, die uns Anna erzählt, halten wir für glaubhaft, und sie wirft einen dunklen Schatten auf das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr. Der Reihe nach.

tagesschau: Bundeswehr ermittelt bei Elitetruppe
Das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr muss sich gegen schwere Vorwürfe wehren. Mitglieder der Eliteeinheit sollen nach Panorama-Recherchen bei einer Party zum Abschied eines Kompaniechefs den Hitlergruß gezeigt sowie Rechtsrock gespielt haben.

Bizarre Abschiedsfeier für Kompaniechef des KSK

Am 27. April wird auf einer Schießanlage in der Nähe von Stuttgart der Chef einer Kompanie vom Kommando Spezialkräfte verabschiedet. Das KSK ist das Kronjuwel der Bundeswehr, kommt in hochriskanten und politisch heiklen Operationen zum Einsatz. Viele der Einsätze bleiben geheim, selbst der Bundestag als Kontrollorgan erhält nur selten Einblicke und wenn, dann nur sehr begrenzt. In der Truppe gibt es vier Kompaniechefs, um einen davon geht es hier. Mehrere Jahre war er in heiklen Missionen im Einsatz, unter anderem in Afghanistan für die Bundeswehr.

Für die Verabschiedung des Kompaniechefs am 27. April 2017 haben sich seine Kameraden deswegen einiges einfallen lassen. Unserer Quelle Anna kommt bei dieser Verabschiedung eine entscheidende Rolle zu, nämlich die des "Hauptpreises". Das geht aus einer WhatsApp-Nachricht hervor, die sie von einem befreundeten KSK-Soldaten erhält, der die Feier plant.

Bundeswehr  NDR

Das Kommando Spezialkräfte ist die Eliteeinheit der Bundeswehr.

"Ich wurde von einem Soldaten des KSK eingeladen. Ich sollte der Hauptpreis bei der Abschiedsparty des Kompaniechefs sein." Hauptpreis meint Sex. Freiwillig ohne Gegenleistung. Anna steht auf Sex mit harten Kerlen, ein "Privatvergnügen", wie sie uns sagt. Die Verabredung mit ihrem Kontakt beim KSK lief über Whatsapp. "Jetzt haben wir uns überlegt, was können wir für den Chef machen. Er muss einen Parcours ablaufen. Am Ende bist du dann sein Preis. Dann darf er dich mit ins Zelt nehmen und ordentlich an dir austoben. Glaub mir, das wird genau dein Ding."

Hauptpreis: Sex

Anna erreicht zwischen 21 und 22 Uhr die Schießanlage, sie kann sich an etwa 60 Soldaten erinnern, die vor Ort waren. Zudem erinnert sie sich an Details, wie zum Beispiel, dass es an dem Tag nieselte. Der Wetterbericht bestätigt ihre Angaben. "Es waren etwa 60 KSKler anwesend. Ich wurde dann zum Lagerfeuer getragen und um das Lagerfeuer herum", erinnert sie sich. Ihr Kontaktmann hatte ihr zuvor ein Foto von dem Kompaniechef geschickt. Muskelbepackt. Von seinem Kameraden wird er gegenüber Anna so beschrieben. "Zwei Meter groß und fickt alles, was ihm in den Weg kommt. Hände wie Klodeckel und tätowiert. Das könnte, was dunkle, sexuelle Ausschweifungen angeht, der Abend deines Lebens werden. "

Frau tippt in ein Handy  NDR

Zum Sex sei es dann doch nicht gekommen, erzählt Informantin Anna (Name geändert).

Anna sagt, zum Sex kam es nicht. Der Kompaniechef sei zu betrunken gewesen, so wie viele andere auch. Die Bundeswehr schreibt: "Es liegen keine Erkenntnisse vor, das es zu sexuellen Handlungen gekommen ist." Bis hierhin bestätigt die Truppe Annas Schilderung.

Bundeswehr bestätigt einzelne Details der Verabschiedung

Die Bundeswehr bestätigt auf Nachfragen vom Y-Kollektiv, dem jungen Reportageformat von funk, Radio Bremen und Panorama auch die Art der Verabschiedung: "Dieser Parcours stand unter dem Motto "römisch-mittelalterliche Spiele". Einige Soldaten trugen deswegen Überhänge, die zu dieser Zeit passen sollten. Zu den Aufgaben zählten Bogenschießen, das Zerteilen von Melonen und Ananas mit einem Schwert, das Zerteilen eines Holzstammes mit einer Axt, das Werfen von Schweineköpfen und das Überwinden einer Hinderniswand." Die Bundeswehr bestätigt bis hierhin die Schilderungen, die Anna uns gegenüber gemacht hat. Bei internen Ermittlungen wurden mehrere anwesende Soldaten befragt. Doch die Geschichte ist an dieser Stelle nicht zu Ende.

Evergreen der rechtsradikalen Szene

Rechtsextremismus-Experte Matthias Quent vom Institut fr Demokratie und Zivilgesellschaft  NDR

Die Band Sturmwehr sei für ihre Live-Auftritte bei rechtsradikalen Veranstaltungen bekannt, so Rechtsextremismus-Experte Matthias Quent.

Später am Abend steht Anna mit anderen Soldaten am Lagerfeuer, der Kompaniechef sitzt auf einem Sofa. Es läuft Musik. Musik, deren Texte Anna stutzig machen. "Später lief dann dort Rechtsrock. Da kamen Textzeilen wie: "Armes Deutschland, was ist aus dir geworden". Ich habe mir die Textzeilen gemerkt und am nächsten Tag gegoogelt und herausgefunden, dass es sich definitiv um die Band Sturmwehr handelt.“ Rechtsextremismus-Experten wie Matthias Quent vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft ist diese Band nur allzu gut bekannt. Sie ist quasi ein Evergreen der rechtsradikalen Szene, bekannt für ihre Live-Auftritte bei rechtsradikalen Veranstaltungen. "Sturmwehr ist in der rechtsextremen Szene sehr gut vernetzt, das zeigt sich auch daran, dass sie unter anderem bei den Pressefesten der Deutschen Stimme, das heißt bei der NPD-Zeitung, immer wieder aufgetreten sind", so Quent.

Hitlergruß zum Refrain

Rechtsrock auf einer Verabschiedungsfeier für den Kompaniechef einer Eliteeinheit? Anna erzählt uns noch mehr: "Zum Refrain wurde mehrfach der Hitlergruß gezeigt. Das lief ganz euphorisch ab. Der Text war ja bekannt, sie haben mitgegrölt. Der Ältere hat die anderen quasi noch vorbereitet, was jetzt gleich käme, nämlich der Refrain, und dass es jetzt doch soweit wäre, die rechte Hand zu heben. Und genau das haben die vier dann auch gemacht." Die Bundeswehr leitet auf unsere Anfrage hin ein internes Ermittlungsverfahren ein und schreibt uns: "Nach dem bisherigen Ermittlungsstand haben sich ihre Vorwürfe auf verfassungsfeindliche Äußerungen in Wort, Bild oder Tat nicht bestätigt. Aufgrund der laufenden Ermittlungen bitte ich um Verständnis, dass wir zum detaillierten Ermittlungsstand derzeit keine weiteren Angaben machen können."

Reinhold Robbe ehemaliger Wehrbeauftragte des Bundestags  NDR

Sollte das belegt werden, habe das KSK und die gesamte Bundeswehr ein großes Problem, so Reinhold Robbe, ehemaliger Wehrbeauftragte des Bundestags.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, so der ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, dann droht der Bundeswehr ein neuer Skandal. "Hier gibt es für mich überhaupt keine Frage, dass dieses nicht nur vollkommen inakzeptabel ist; vorausgesetzt, es kann belegt werden, dann muss ich sagen, hat das KSK und die gesamte Bundeswehr in der Tat ein großes Problem. Ich sehe auch nicht, wie das mal eben ganz schnell aufgearbeitet werden könnte."

Interne Ermittlungen laufen

Anna ist entsetzt, als sie bei der Abschiedsfeier den Hitlergruß sieht. Das will sie nicht dulden und protestiert noch am Abend. "Der eine KSKler, den ich angesprochen habe, meinte lediglich, dass er ja sein Getränk in der linken Hand halten würde und zum Gruß dann natürlich die rechte Hand nehmen müsste.“ Andere Soldaten beruhigen sie, reden den Vorfall klein. Doch Anna will sich damit nicht abfinden, und deswegen wendet sie sich an uns. Und nun steht ihre Aussage, die bis auf zwei entscheidende Punkte, nämlich Rechtsrock und Hitlergruß, von der Bundeswehr überwiegend bestätigt wird, wohl gegen die Aussage einer verschworenen Eliteeinheit. "Mir schien es so, als ob die Loyalität groß gewesen ist. Und dass die anderen daraus keine große Sache machen wollten. Dass sie versucht haben, es unter den Teppich zu kehren." Nach der Rückkehr aus Stuttgart schreibt sie einem anwesenden Soldaten erneut und echauffiert sich über die Hitlergrüße. Der antwortet ihr: "Ich gehe nicht konform mit Hitlergrüßen. (…) Ich wusste nicht, wie der Hase läuft."

Was sagt der Kompaniechef zu den Vorwürfen und wo wird er seit seinem Abschied vom KSK eingesetzt? Antworten auf diese Fragen gibt es bisher nicht. Ein Interview zu den Vorwürfen wollten weder der Kompaniechef noch die Bundeswehr geben. Die internen Ermittlungen laufen noch. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat Ermittlungen eingeleitet.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Panorama | 17.08.2017 | 21:45 Uhr

WEITERE INFORMATIONEN

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1184264 2017-08-17T15:48:08Z 2017-08-17T15:48:08Z Klartext: Elektroautos sind ein bisschen besser

Unimog404 • CC BY-SA 4.0

Elektroauto fahren ist besser, aber keine Lösung drängender Mobilitätsfragen

In der vergangenen Woche riss ich in einem Satz an, dass Elektroautos im Hinblick auf die Zukunftsplanung besser seien als Verbrenner, aber eben nicht so viel besser, dass es ihren medienvirtuellen Status als Lösung aller PKW-Ressourcenprobleme rechtfertigt. Nach einigen enttäuschten Elektroautofreunden sollten wir das näher ausführen.

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1184259 2017-08-16T19:50:42Z 2017-08-16T19:50:42Z Schloss Oberhausen ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1184240 2017-08-16T18:56:42Z 2017-08-16T18:56:42Z Tomaten-Clafoutis ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1183616 2017-08-14T19:32:47Z 2017-08-14T19:48:52Z Konföderierte Reiterstandbilder im Süden der USA – eine kleine kunsthistorische Annäherung

Fotoquelle

„Gestern twitterte ich einen Artikel aus dem Atlantic, der sich mit den diversen Statuen und Denkmälern von Südstaatengenerälen, vor allem Robert E. Lee, beschäftigt und dafür argumentiert, sie endlich alle abzureißen oder einzumotten. Mich hat die Menge an Denkmälern erstaunt, die anscheinend noch stehen und an die konföderierten Südstaaten des amerikanischen Bürgerkriegs erinnern:

„As of August 2016, there were still more than 1,500 public commemorations of the Confederacy, even excluding the battlefields and cemeteries: 718 monuments and statutes still stood, and 109 public schools, 80 counties and cities, and 10 U.S. military bases bore the names of Lee, Jefferson Davis, and other Confederate icons, according to a tally by the Southern Poverty Law Center. More than 200 of these were in Virginia alone.““

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1183311 2017-08-13T21:41:46Z 2017-08-13T21:41:47Z 6-mal zu hoch ist auch um 25 Prozent reduziert noch 4,5-mal zu hoch

Autoindustrie: Die Prämie für Dieselautos ist verlogen

Die sogenannte Umweltprämie der Autohersteller wäre ein guter Witz, wenn sie nicht ernst wäre. Da hat man den Kunden jahrelang vorgegaukelt, sie würden ein umweltschonendes Fahrzeug kaufen – und jetzt, wo herauskommt, dass das deutsche Öko-Wunder Clean Diesel nichts als Betrug war, wird den Leuten zum Supersonderpreis das allerneuste Öko-Wunder verkauft: Clean Diesel reloaded.   

Claudia Kemfert

ist Professorin für Energieökonomie am DIW in Berlin.

Doch die dafür angebotenen Dieselfahrzeuge sind leider auch umweltschädlich. Dafür muss man das Kleingedruckte lesen, das im kürzlich verkündeten Urteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichts steht. Dieses hatte entschieden, dass "Fahrverbote für alle Diesel-PKW, auch die neuen, unvermeidlich" seien. Denn nicht nur die alten, sondern auch neue Fahrzeuge überschritten die zugelassenen Stickoxidgrenzwerte zum Teil um das Sechsfache, wie das Umweltbundesamt kürzlich nochmals festgestellt hat. Software-Updates, die Emissionen angeblich um 25 Prozent reduzieren, werden also nicht ausreichen. 6-mal zu hoch ist auch um 25 Prozent reduziert noch 4,5-mal zu hoch.

Das offenbar in Windeseile beim Dieselgipfel mit der Politik abgestimmte Angebot der Dieselauto-Hersteller ist also keineswegs fair oder gar großzügig. Es ist die Neuauflage desselben Denkens, Handelns und, ja, desselben Betrugs, der zum Dieselgate geführt hat.  

15 Millionen Betrogene

Hier wurde nicht ein bisschen geschummelt – hier wurden systematisch und mutwillig Gesetze umgangen, Kontrollinstanzen betrogen und verantwortliche Politiker in gesetzgebenden Instanzen durch Schmeicheleien, Fehlinformationen und beeinflussende Angebote manipuliert. Genau 15.089.392 deutsche Autobesitzer haben sich für einen Diesel entschieden. Sie sind die Betrogenen – ethisch wie ökonomisch. 

Wenn nur jeder Hundertste der mehr als 15 Millionen betrogenen Autokäufer sich aus Umweltbewusstsein für den Clean Diesel entschieden hat, dürften demnächst Großdemos vor dem Umwelt- und Verbraucherministerium gegen den dreisten  und bislang ungeahndeten Green-Washing-Etikettenschwindel der Autobranche stattfinden. Die anderen 14,8 Millionen, die sich einfach nur aus Kostengründen für den teureren Anschaffungspreis und die – dank staatlicher Subventionen – günstigen Spritpreise und den damit langfristigen Kostenvorteil entschieden haben, dürften derweil ihre Messer wetzen.

Nicht nur, weil ihnen Fahrverbote drohen, die ihnen ein angeblich sauberer Diesel eigentlich ersparen sollte – und selbst die allerneuste Generation macht dieses unlautere Versprechen. Jetzt müssen die Diesel-Sparfüchse von gestern auch noch einen umfangreichen Wertverlust ihres Fahrzeugs in Kauf nehmen. Da ist es der schiere Hohn, wenn ihnen für den Kauf eines Neuwagens etwa zehn Prozent Rabatt eingeräumt werden soll. Die legendären 10.000 Euro, von denen in den Medien die Rede ist, gibt es nur für eine Luxuskarosse mit knapp sechsstelligem Listenpreis.

Was ginge für ein Aufschrei durchs Land, wenn man die bereits gekauften mit Fipronil verunreinigten Eier zurückbringen dürfte, um dann rabattierte frische Eier zu bekommen – mit rechnerisch 25 Prozent weniger Fipronil, aber weil die Eier größer sind, in Wahrheit mit mehr Fipronil als vorher. Man würde den Bauern die Eier an den Kopf werfen und die faulen Marketing-Tomaten gleich noch hinterher.

Es ist daher Zeit, den Deutschen die Wahrheit zu sagen.

1. Die angeblich so saubere Dieseltechnologie kann nicht gleichzeitig die CO2- und die Stickoxidgrenzwerte einhalten – entweder das eine oder das andere. Diesel ist keine zukunftsfähige Technik, sondern eine Technik der Vergangenheit.

2. Auf Kosten der Verbraucher haben die Autokonzerne in den vergangenen Jahrzehnten gigantische Gewinne eingefahren. Die sollten die Kunden nun als echten Schadensersatz zurückbekommen.

3. Die deutsche Autoindustrie hat mutwillig und wider besseres Wissen zu erhöhten Gesundheitskosten und Klimakosten beigetragen, ein Schaden, den sie zumindest ökonomisch wiedergutmachen sollten. Die bereits entstandenen Gesundheits- und Klimaschäden sind irreversibel.

Die Autokonzerne sind gestrig

4. Den betrogenen und ökonomisch geschädigten Dieselkunden muss ernsthaft aus der Patsche geholfen werden, und zwar nicht auf Kosten der ohnehin schon geschädigten Bürger. Zahlen müssen jetzt mal die Verursacher. Das sind in diesem Fall eindeutig nicht die Autofahrer, sondern die Hersteller!

5. Die derzeit ebenfalls angebotenen Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge haben die betroffenen Autohersteller gar nicht wirklich im Angebot – oder wenn, dann zu nicht marktfähigen Preisen und mit unzumutbaren Lieferzeiten. Wer auf Elektromobilität umsteigen will, muss sich (leider!) auf dem internationalen Automarkt umschauen.

Aus kurzfristiger Profitorientierung hat die Autoindustrie nicht nur die eigene Zukunft, sondern auch die deutsche Wirtschaftskraft aufs Spiel gesetzt. Das Vertrauen in Made in Germany war mühsam aufgebaut und ist leider schnell verspielt.

Echter Verbraucherschutz sollte nicht Steuergeld für eine Industrie ausgeben, die ihre Probleme selbst verursacht hat, die die Vergangenheit konservieren und betrogene Kunden nicht angemessen entschädigen will. Die Autokonzerne sind in Pflicht. Sie sind nicht too big to fail. Sie sind ewig gestrig. Und das ist bitterer Ernst.

Quelle: http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-08/autoindustrie-dieselautos-umweltpraemie-fahrverbot-schadensersatz

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1183298 2017-08-13T18:22:08Z 2017-08-13T18:22:08Z Gemüse 2 ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1183296 2017-08-13T18:10:45Z 2017-08-13T18:10:46Z Gemüse 1 ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1183267 2017-08-13T16:26:44Z 2017-08-14T09:38:50Z Pils ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1183195 2017-08-13T09:50:34Z 2017-08-13T09:50:34Z Manchmal sind Benchmarks auch einfach erfunden. Was soll man denn machen, wenn das Gemessene nicht stattfindet.

Andrew Bailey, head of Britain's Financial Conduct Authority said recently:

"The absence of active underlying markets raises a serious question about the sustainability of the LIBOR benchmarks. If an active market does not exist, how can even the best run benchmark measure it?"

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1183046 2017-08-12T19:52:52Z 2017-08-12T19:52:52Z Abendstimmung ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1183020 2017-08-12T16:58:12Z 2017-08-12T16:58:12Z Deutsche Umwelthilfe warnt Verbraucher vor Kauf von Euro 6 Diesel-Pkw im Rahmen so genannter „Umweltprämien“ der Dieselkonzerne

„Der schmutzigste derzeit von der DUH gemessene Diesel-Pkw ist ein Audi A8 der aktuellen Abgasstufe Euro 6 mit auf der Straße gemessener 24-facher Überschreitung der Stickoxid-Laborgrenzwerte – Diesel-Fahrverbote werden 2018 auch für besonders schmutzige Euro 6 Diesel kommen – Solange sich die Automobilindustrie verweigert, bei Diesel-Neuwagen die Einhaltung der Abgasgrenzwerte auch auf der Straße und dies auch bei winterlichen Temperaturen sicherzustellen, sollten Verbraucher Diesel-Neuwagen meiden“

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1183022 2017-08-12T16:51:59Z 2017-08-12T16:52:00Z We hope es! ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1182732 2017-08-11T15:48:32Z 2017-08-11T15:48:32Z Stickoxide, Mördersoftware und Kartellabsprachen – Das ist ja noch gar nichts!

Poison Papers:

Eine Sammlung historischer Dokumente belegt unter anderem geheime Absprachen von Chemieunternehmen mit den Behörden, die sie eigentlich regulieren sollen

Die Ende Juli 2017 veröffentlichten "Poison Papers" sind eine Sammlung von Korrespondenzen und wiederentdeckten Dokumenten, die bis in die 1920er Jahre zurückreichen. Sie zeigen, dass sich sowohl die chemische Industrie als auch die zuständigen Regulierungsbehörden der außerordentlichen Toxizität vieler chemischer Produkte trotz anderslautenden Beteuerungen durchaus bewusst waren - und wie beide Seiten zusammengearbeitet haben, um diese Informationen vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1182734 2017-08-11T15:37:54Z 2017-08-11T15:37:54Z Frühstück - mit Brot ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1182176 2017-08-09T18:50:32Z 2017-08-09T18:50:32Z Abendbrot, brotlos ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1182071 2017-08-09T14:13:57Z 2017-08-09T14:13:57Z Apokalypse

Szene 66: Der Untergang des von Teufeln eingenommenen Babylon

Kimon Berlin user: Gribeco • CC-BY-SA-3.0


Q    

„Any comment on the reports about North Korea's nuclear capabilities?“


THE PRESIDENT:  

„North Korea best not make any more threats to the United States.  They will be met with fire and fury like the world has never seen.  He has been very threatening beyond a normal state.  And as I said, they will be met with fire, fury, and, frankly, power, the likes of which this world has never seen before.“


Quelle


Alternative

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1179759 2017-08-08T20:46:25Z 2017-08-08T20:46:53Z Wie beschissen ist das Gesundheitssystem in den USA?

So schlimm. Fällt nicht sofort ins Auge, daher: Lest mal die Bewertungen. 

Sieht aus, als würden da Leute witzige Andeutungen über das Gesundheitssystem machen, aber überlegt euch mal, was ihr da genau seht.

Hier ist eine andere Interpretation:

Die Leute kaufen bei Amazon Antibiotika für Fische und werfen die selbst ein, um Kosten für das Gesundheitssystem zu sparen. Und dann posten sie da Stories, wogegen das geholfen hat, jeweils mit einem "for my fish" dran, damit der Kommentar nicht gelöscht wird. Hat toll gegen die Bronchitis und die Zahnschmerzen "des Fisches" geholfen!1!!

Tja, und die Erfahrung sagt: So sieht das in ein paar Jahren auch bei uns auf. Wir laufen den Amis ja immer hinterher bei sowas.

Quelle: http://blog.fefe.de/?ts=a77e948e

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1181843 2017-08-08T20:43:41Z 2017-08-08T20:43:41Z Wie Obama in die Syrienfalle tappte

„Wie berichtet wird, hat Präsident Trump der CIA den Stecker herausgezogen und damit die glücklose geheime Bewaffnung der syrischen Rebellen beendet. Das außenpolitische Establishment der USA zeigt sich darüber bestürzt, berichtet Gareth Porter in The American Conservative. Vergangene Woche beschloss ein Sprecher der Trump-Administration, die Medien darüber zu informieren, dass das CIA-Programm zur Bewaffnung und Ausbildung der syrischen Anti-Assad-Kräfte beendet wurde. Das war eine willkommene Nachricht im Hinblick auf die wachsende Verpflichtung des US-Militärs, auch in den kommenden Jahren im Land zu bleiben. Wie ich in meinem letzten Artikel in The American Conservativedokumentierte, war das Resultat dieses Programms seit 2011 die Bewaffnung der al-Quaida-Terroristen, ihrer Dschihadisten und anderer extremistischer Verbündeter, die dadurch rasch eine führende Position bei den militärischen Erfolgen gegen das Assad-Regime erlangten.“

Weiterlesen bei den Nachdenkseiten 

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1181850 2017-08-08T19:21:52Z 2017-08-09T13:17:37Z Morgiges Zitat des Tages

„Das ist kein Balanceakt, sondern VW-betreutes Regieren.“

Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung zur Abstimmung des Redetextes zum Diesel-Skandal mit Volkswagen durch Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD)

JW

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1181634 2017-08-08T10:09:34Z 2017-08-08T10:09:34Z Konzert in Bislich

Bericht in der NRZ 

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1180821 2017-08-05T19:09:34Z 2017-08-05T19:09:35Z #dieselgate - Die Lösung ist das Elektroauto ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1180776 2017-08-05T16:54:20Z 2017-08-05T16:54:20Z Schwarzes Wasser ]]> Matthias Seifert tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1180703 2017-08-05T08:59:09Z 2017-08-05T17:44:54Z Kommentar zu Dieselskandal und Dieselgipfel: Die Politik hat ihren Spielraum verspielt

Die Beteiligten des Dieselgipfels tun so, als könnten sie Probleme einfach wegverhandeln. Dafür ist es aber längst zu spät, meint TR-Redakteur Gregor Honsel. 

Die Teilnehmer des Dieselgipfels haben es einfach noch nicht verstanden. Noch immer nicht. Die Diesel-Abgase sind längst nicht mehr Gegenstand politischer Kompromisse. Alles, was aus dem Auspuff quillt, landet in der Luft – und für diese gibt es Grenzwerte, geltendes Recht, Gerichtsurteile. All dies ist nicht verhandelbar. Die Politik hat ihren Gestaltungsspielraum verspielt. Es ist vollkommen wurscht, worauf sich die Kungelrunde geeinigt hat. Die einzige relevante Messlatte ist es, den EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm NOx pro Kubikmeter Luft in den Städten dauerhaft zu unterschreiten. 

Wenn Regierung und Hersteller nun meinen, ein Softwareupdate und die damit verbundene Senkung von 25 bis 30 Prozent der NOx-Emissionen reichen dazu aus – viel Erfolg. Aber falls das nicht funktioniert, sollten sie wenigstens einen Plan B haben, etwa in Form einer blauen Plakette. Doch hier steht Bundesautoverkehrsminister Alexander Dobrindt nach wie vor auf der Bremse. Das bedeutet: In diesem Fall werden eben Gerichte die Wagen aus dem Verkehr ziehen, etwa durch Fahrverbote oder durch Entziehung der Zulassung. Dabei ist es vollkommen irrelevant, welche Zugeständnisse die Autobauer der Politik nun aus dem Kreuz geleiert haben. Ein Hoch auf die Gewaltenteilung. 

Schon dass auf einem Diesel-Gipfel überhaupt über Fragen wie Hardware- oder Software-Nachrüstung diskutiert wird, ist ein Witz. Es ist doch nicht Aufgabe der Politik, in die Feinheiten des Motormanagements hineinzuregieren. Es ist ihre Aufgabe, realitätsnahe Testverfahren einzusetzen und mit konsequenten Sanktionen zu belegen. Dann würde sich auch die Debatte darüber erledigen, ob der Diesel nun tot, halbtot oder untot ist. Wenn die Hersteller ihn wirklich sauber bekommen, warum nicht? Technisch ist das mit entsprechendem Aufwand schließlich machbar. Aber ob sich das auch lohnt oder ob man das Geld nicht besser in eine Batteriezellenfertigung steckt, das müssen die Autobauer schon selbst entscheiden. Noch nie ist es der Politik gelungen, eine Branche durch Protektion vor sich selbst zu schützen. 

Politiker sind durch ihren Amtseid dem Gemeinwohl verpflichtet. Es überschneidet sich in gewissen Teilen durchaus mit dem Wohl der deutschen Autoindustrie. Aber es ist bei weitem nicht deckungsgleich. Wäre schön, wenn das in Berlin endlich mal sacken würde. 

Allerdings lässt die Tatsache, dass die Kontrolle weiterhin beim Kraftfahrtbundesamt angesiedelt sein soll, wenig hoffen. Die Behörde hat schließlich schon hinlänglich bewiesen, dass sie es nicht kann. Wahrscheinlich heißt es dann in ein paar Jahren: Überraschung – Otto-Direkteinspritzer haben ein Feinstaubproblem. Wir brauchen einen Benzin-Gipfel!

Quelle

Grundlage zum Thema

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1180507 2017-08-04T16:43:47Z 2017-08-04T16:52:49Z Wo kommen eigentlich diese ganzen Grippeviren her?

Na vom GlaxoSmithKline!

In Dresden sind Grippeviren aus der Impfstoffproduktion des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline über mehrere Jahre in das öffentliche Abwassersystem gelangt. Das teilten das Umweltministerium und die Stadt Dresden am Mittwoch mit.

Ja, äh, ich sage mal … bedauerliches Missverständnis! Da ist ein Abwasserrohr falsch gelegt worden! Kann doch jedem mal passieren!

Gut, dass das jetzt ausgerechnet jemandem passiert, der ein kommerzielles Interesse daran hat, das ist, haha, schon so ein bisschen eine Ironie des Schicksals, wenn Sie wissen, was ich meine!1!!

Quelle: http://blog.fefe.de/?ts=a77dccdf

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1180153 2017-08-03T16:03:30Z 2017-08-03T16:03:30Z Nach Softwareupdate: Kohlekraftwerk plötzlich sauber

Niederaußem (dpo) - Wer hätte gedacht, dass Emissionsreduktion so einfach sein kann? Nach einem Softwareupdate produziert das Braunkohlekraftwerk Niederaußem so gut wie keine schädlichen Abgase mehr. Die Betreiber haben sich bei ihrem Coup nach eigenen Angaben von den technischen Errungenschaften der Autoindustrie inspirieren lassen.

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1179757 2017-08-02T17:39:17Z 2017-08-02T17:40:07Z CDU und FDP erhalten so viele Spenden aus der Wirtschaft, weil sie so gute Politik für die Bürger machen

Berlin (dpo) - Ein Blick auf die veröffentlichungspflichtigen Großspenden ab 50.000 Euro zeigt, dass CDU und FDP in diesem und im letzten Jahr mit Abstand am meisten Geld aus der deutschen Wirtschaft und von wohlhabenden Privatpersonen erhalten haben. Experten vermuten, dass dies daran liegt, dass diese beiden Parteien die beste Politik für die einfachen Leute machen.

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Matthias Seifert
tag:matthiasseifert.posthaven.com,2013:Post/1179754 2017-08-02T17:31:07Z 2017-08-02T17:37:16Z Fähre ]]> Matthias Seifert