Posts for Tag: Marxloh

Die Abiturienten des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Marxloh

   

Am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium in Marxloh haben folgende 89 Schülerinnen und Schüler ihre Abiturzeugnisse erhalten:

Sabedin Ademovski, Oguzhan Merih Adin, Elisabeth Agougno, Cagan Akgül, Aylin Aksan, Davut Aksoy, Sanem Aksoy, Aysegül Aktas, Selen Aktas, Seda Albayrak, Mihrican Aydeniz, Kerime Aydin, Besim Bali, Berkay Baytekin, Kyra Becker, Aylin Asena Bicer, Adnan Yasin Bilac, Melanie Braun, Carolyn Zoe Breßer und Cennet Bulat.

Süleyman Cam, Elif Cayirli, Adelina Ceka, Rüveyda Nur Celikkaya, Nur Efsan Cetinkaya, Salih Cicekdal, Dersim Cobanoglu, Karim Hüseyin Cömert, Caner Delice, Esra Nur Demirel, Enis Ömer Dogru, Malika El Abdouni, Soufian El Abdouni, Etrit Emini und Dolunay Fidan.

Mara Gehringer, Yüksel Genc, Yusuf-Emre Gencaslan, Felix Glaser, Eren Gül, Betül Güldali, Oktay Güleryüz, Faruk Güney, Joyce Hielscher, Ghied Hussein, Ensar Isik, Metin Harun Isirlar, Elif Kandil, Deniz Kaya, Tarik Kepez, Mustafa Yasin Kilic, Emrullah Kilinc, Gamze Köroglu, Gülistan Koruk, Mihriban Kösger, Melih Alper Kulak, Yannick Kupperschmid, Eslem Kurt und Furkan Kuruderi.

Hasibe Mal, Gurbet Mal Ilhan, Enes Molo, Melina Mulalic, Marc Alexander Nowakowski, Nilay Ögünc, Melissa Ona, Erva Öncel, Raquel Ilayda Otag, Burak Özcan, Muharrem Mert Özcan, Rana Özcan, Burcu Öztas, Can Öztürk, Rene Pilarczyk und Yaren Polat.

Aleyna Saracbasi, Dogukan Sariyar, Nazli Sarki, Marvin Schmidt, Melisa Sezgin, Swathiga Suseelan, Marcel Sygulla, Can-Muhammed Tasci, Dilara Yalcin, Mehmet Ali Yildirim, Sedef Yildirim, Koray Yildiz, Faruk Yilmaz und Enes Yüce.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/duisburg/die-abiturienten-des-elly-heuss-knapp-gymnasiums-in-marxloh-id211216865.html

Und der Spiegel schreibt, warum das nicht sein kann.

Bericht von jenseits des Wassers

„In Duisburg, a leaked police report revealed that in the Marxloh district, the streets are effectively controlled by Lebanese clans that reject the authority of German police. They have taken over entire streets to carry out illegal business activity. New migrants from Bulgaria and Romania are contributing to the problems. Marxloh's streets serve as invisible boundaries between ethnic groups, according to Die Welt. Residents speak of "the Kurdish road" or "the Romanian road."

Police say they are alarmed by the aggressiveness and brutality of the clans, which are said to view crime as leisure activity. If police dare to intervene, hundreds of clan members are mobilized to confront the police. A local woman interviewed by Deutschlandfunk radio said she was afraid for her safety: "After dark I would not stand here because there are a lot of conflicts between foreigners, especially between Lebanese and Turks."

A 17-page report prepared for the state parliament in North Rhine-Westphalia (NRW) revealedthat Lebanese clans in Duisburg divide up neighborhoods in order to pursue criminal activities. These clans do not recognize the authority of the police. Their members are males between the ages of 15 and 25 and "nearly 100%" of them are known to police.

The report also described the situation in Duisburg's Laar district, where two large Lebanese families call the shots: "The streets are actually regarded as a separate territory. Outsiders are physically assaulted, robbed and harassed. Experience shows that the Lebanese clans can mobilize several hundred people in a very short period of time by means of a telephone call."

Peter Biesenbach of the Christian Democrats (CDU) said: "If this is not a no-go area, then I do not know what is." He has called for an official inquiry to determine the true scope of the criminal clans in NRW.“

Quelle

«Duisburg ist zur Skandalkommune geworden«

Mangelnde Gesundheitsversorgung, Ausgrenzung und Stimmungsmache gegen Flüchtlinge: Bürger fordern Umdenken. Gespräch mit Sylvia Brennemann

Markus Bernhardt:

Sie wohnen und arbeiten im Duisburger Stadtteil Marxloh. Wie lebt es sich in einer »No-go-Area« für Polizeibeamte und die deutsche Mittelschicht?

Sylvia Brennemann:

Ich lebe hier sehr gut. Aber Sie spielen wahrscheinlich auf die wiederaufflammenden Medienkampagnen gegen Marxloh an. Aktuell wird unserem Stadtteil ja erneut angedichtet, ein Hort von Kriminellen und Asozialen zu sein. Eingestimmt in diese Phantastereien sind wie üblich Polizei und Politik. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Es gibt kein Problem mit flächendeckender Kriminalität, sondern mit zunehmender Armut, mangelnden Bildungschancen, Arbeitslosigkeit und fehlender Krankenversicherung.

Markus Bernhardt:

Vor einigen Wochen hieß es, in Duisburg lebten etwa 10.000 Menschen ohne Krankenversicherung. Aufgrund der anhaltenden Medienberichterstattung hatte die etablierte Politik zugesagt, schnell für Abhilfe zu sorgen. Was ist seitdem passiert?

Sylvia Brennemann:

Nicht viel. Außer warmen Worten hat sich im Grundsatz nicht wirklich etwas geändert. Wir haben immer noch das Problem, den Ansturm auf unsere ehrenamtlich angebotene Gesundheitssprechstunde kaum meistern zu können. Vor allem Menschen, die hierher geflohen sind, müssen ordentlich versorgt und geimpft werden. Nach wie vor fehlt es jedoch an einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung für die Betroffenen.

Das wichtigste Problem ist aber, dass die Verantwortlichen in der Politik offensichtlich nicht bereit sind, grundgesetzlich verbriefte Rechte durchzusetzen. Vielmehr gehört die Stadtspitze zu denjenigen, die ein Klima der Ausgrenzung und Vorurteile – beispielsweise gegen Roma-Familien – selbst angefacht haben. Das Ergebnis der rassistischen Stimmungsmache der letzten Monate können wir unter anderem an den anhaltenden »Pegida«-Aufmärschen ablesen. Mittlerweile fällt es fast schwer auseinanderzuhalten, wer in Sachen Stimmungsmache der Einpeitscher und wer der Gefolgsmann ist.

Markus Bernhardt:

Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind mehrheitlich klamm. Was könnte die Stadt unter diesen Voraussetzungen überhaupt besser machen?

Sylvia Brennemann:

Erinnern wir uns: Duisburg war im vergangenen Herbst die erste Kommune, die Flüchtlinge in Zeltlagern unterbringen wollte. Erst nach bundesweiten Protesten von Menschenrechtlern und Anwohnern wurde von diesen unwürdigen Plänen abgelassen. Mittlerweile muss man feststellen, dass Duisburg offensichtlich Vorreiter für derlei Pläne war. Dies ist jedoch vollkommen absurd, da wir aktuell über 40.000 freie Wohnungen haben. Geht es nach dem Willen der politischen Entscheidungsträger, sollen einige Häuser sogar abgerissen werden. Dabei würde man nicht nur den Flüchtlingen durch eine dezentrale Unterbringung ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Man könnte damit auch Integration befördern, Vorurteile abbauen helfen und vor allem Aufmärsche von Neofaschisten und Rassisten faktisch unmöglich machen. All das scheint jedoch nicht erwünscht zu sein.

Markus Bernhardt:

Warum ist das so?

Sylvia Brennemann:

Im Kern dreht sich doch alles um die soziale Frage. Sowohl für Flüchtlinge, als auch für Menschen ohne Krankenversicherung oder mit geringem Einkommen. Die Probleme könnten zumindest in Teilen behoben werden, wenn der Wille vorhanden wäre. Die Stadt setzt jedoch bewusst weiter auf Abschreckung von Flüchtlingen, weitere Deklassierung von sozial Schwachen und Ausgrenzung.

Duisburg ist unter dem sozialdemokratischen Oberbürgermeister Sören Link in ganz NRW zu der Skandalkommune schlechthin geworden. Hier gehen Profite vor Menschen, langjährige Mieter sollen für Mammutprojekte wie ein »Factory Outlet Center« vertrieben werden, Roma-Familien werden Ziel von Hetze aus dem Rathaus – und die extreme Rechte versucht aus all dem Kapital zu schlagen. Von dem Skandal um die Verschleppung des Loveparade-Verfahrens will ich erst gar nicht reden.

Doch die Betroffenen tun sich zusammen. Hier gibt es bereits seit geraumer Zeit Bündnisse, an denen sich Mieter, die verdrängt werden sollen, genauso beteiligen wie Migrantinnen und Migranten und deren Unterstützer. Wenn das zukünftig weiter ausgebaut wird, sind wir auf einem guten Weg, dem herrschenden Wahnsinn genügend Widerstand entgegensetzen zu können.