Entwickler, die das Facebook-Software-Development-Kit (SDK) für ihre Apps nutzen, leiten Daten an den Kommunikations-Konzern Facebook weiter. Betroffen sind u.a. Apps wie „Meine CDU“ und „OKCupid“. Zu den vom Transfer betroffenen Daten zählen laut SPIEGEL u.a. Parteizugehörigkeit, sexuelle Orientierung und Angaben zu gesundheitlichen Problemen. In den Datenschutzbedingungen der Apps wird nicht auf diesen Fakt hingewiesen, allein deshalb, weil die Entwickler selbst keine Kenntnis davon haben.
„Solch eine Erhebung sensibler Daten darf niemals ohne das Wissen der Nutzer geschehen. Besonders problematisch ist dabei, dass der Nutzer keine Chance hat, dieses Verhalten zu erkennen, geschweige denn gegenzusteuern. Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist das Ganze ein einziger Alptraum“
erklärt Borys Sobieski, stellvertretender Generalsekretär der Piratenpartei.
Die Piratenpartei verurteilt entschieden diese Datensammelwut und ruft Softwareentwickler dazu auf, von der Benutzung des Facebook-SDK Abstand zu nehmen. Es ist nicht hinnehmbar, Nutzer ohne deren Kenntnis um ihre persönlichen Daten zu erleichtern. Dass hiervon nicht einmal die Entwickler wissen, zeugt, vorsichtig ausgedrückt, von einer schlechten Kommunikation des Urhebers Facebook und setzt die Pannenserie des Konzerns fort. Die PIRATEN stellen sich insbesondere die Frage, ob sich Facebook hiermit nicht erneut zu 100 Prozent auf Gegenkurs zu geltendem europäischen Recht, hier der DSGVO, befindet.
Neben dem Abgreifen von Daten verknüpft das Facebook SDK Android-Geräte und die darauf gespeicherten Daten mit einer Werbe-Identifikationsnummer. Der Nutzer hat kaum eine Möglichkeit, diese Verknüpfung wieder aufzuheben. Somit ist er dem Konzern bedingungslos ausgeliefert.
(via Mr. Reader)
Und was ist jetzt das Grandiose an Apple Pay?
Miriam Vollmer (@miriam_vollmer) 12.12.2018 8:24
erstmal ist es nicht unbedingt grandios, nur weil gerade alle davon reden, sondern vor allem neu (in deutschland). ansonsten; gute frage, ich hab noch ein paar mehr:
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ne antwort auf all die rhetorischen fragen hab ich natürlich auch: es ist irre praktisch, alles was man unterwegs so braucht an einem ort und leicht zugänglich zu haben. ob das nun apple-, google- oder kreissparkasse-hintertupfingen-pay ist, ob es google-, here- oder apple-karten sind, ob es das apple-wallet oder irgendeine andere app ist, die meine bord- und eintrittkarten verwaltet, dürfte in den meisten fällen egal sein.
grandios wird es aber dann, wenn die nutzung wirklich einfach und reibungsfrei ist, wenn sich die lösung im alltag bewährt und auch tatsächlich sicher und datensparsam ist.
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letzte woche habe ich bemerkt, dass mein #aufdemwegzurarbeit-netto (ohne hund) jetzt auch selbstbedienungskassen installiert hat. ich bin einfach an der kassenschlange von 8 leuten vorbeigegengen, habe mein mittagessen gescant und meine EC karte auf das zahlterminal gelegt. keine PIN, keine unterschrift, super, raus, fertig.
heute früh hab ich mich wieder selbst im netto bedient, statt der EC karte habe ich heute aber mein handy ans zahlterminal gehalten. keine PIN, keine unterschrift, super, raus, fertig.
weil ich ungefähr 20 karten in meiner tasche habe werde ich künftig wohl die zahlung mit dem handy vorziehen, weil sie mir das rausgesuche erspart. mein handy habe ich immer griffbereit, meine EC karte (und PIN) nicht. ist das grandios? nö, aber ziemlich praktisch.