Coronaleugnerinnen und -Leugner, Tote, Verantwortung, Triage, behinderte Menschen

Mela Eckenfels (@Felicea): Mit den steigenden Todeszahlen, der Triage und den weiterhin steigenden Zahlen Neuinfektionen, wird es dann demnächst die ersten 'Rückkehrer' geben. Die jetzt entweder schlicht schon immer davon überzeugt, waren, dass wir in einer Pandemie sind oder die ganz arg betroffen sind.

Mela Eckenfels (@Felicea): (Und vor allem auch, wenn der mediale Fokus dann irgendwann vom leidenden EInzelhändler und Gastwirt wegschwenken und zu den Opfern hinschwenken wird.)

Mela Eckenfels (@Felicea): Der erste Teil lügt platt und geht (korrekterweise) davon aus, dass die meisten Menschen es schlucken werden. Der zweite Teil erwartet, dass man ihnen deswegen jetzt nicht böse sein darf. Jeder kann sich doch mal irren. ODER!

Mela Eckenfels (@Felicea): Ich bin kein Freund davon, schnell und bereitwillig zu verzeihen. Gruppe 1 schon gar nicht, weil lügende Opportunisten nun mal für ziemlich viel Schlechtes in dieser Welt verantwortlich sind. Und auch bei Gruppe 2 lohnt es sich, erst mal zu reflektieren.

Mela Eckenfels (@Felicea): Tausende Tote, die nicht hätten sein müssen. Tausende Tote, weil einige, viele, Menschen der Realität nicht ins Gesicht sehen wollen. Tausende Tote, weil einige Menschen lieber genehme Lügen glauben oder Selbstdarstellern zuhören wollten.

Mela Eckenfels (@Felicea): Tausende Tote, weil zu viele Menschen ihrer Bürgeraufgabe, sich vernünftig zu informieren, nicht nachgekommen sind.

Tausende Tote, weil wir jetzt schon mal erlebt haben, was im Falle einer neuerlichen, autoritären oder faschistischen Regierung passieren könnte:

Mela Eckenfels (@Felicea): Das Gleiche wie jedes Mal. 

Opportunismus und die Weigerung sich zu informieren oder auch nur damit auseinanderzusetzen, was zuverlässige Informationen sind und was nicht, macht einen im Normalfall vielleicht wütend, wenn Leute Personen wählen, weil die nett lächeln, z.B.

Mela Eckenfels (@Felicea): Diesmal kostet die bequeme Haltung, sich in einem sicheren und wohlhabenden Land sich normalerweise nicht wirklich zwingend um gesellschaftliche Belange kümmern zu müssen, Menschenleben.

Mela Eckenfels (@Felicea): Es gibt einen Unterschied zwischen Leuten ihre Fehler beständig vorhzualten und Leuten nicht einfach so damit durchkommen zu lassen. 

Jemandem seine Fehler beständig vorzuhalten, ist mit Sicherheit kontraproduktiv und wahrscheinlich auch grausam.

Mela Eckenfels (@Felicea): Jemanden einfach damit durchkommen zu lassen, zu sagen "ja, war ja verständlich. Konntest du nicht besser wissen" ist auf jeden Fall auf lange Sicht gesehen unklug. Weil kein Lerneffekt einsetzt und sich die Person beim nächsten Mal wieder unverantwortlich verhalten wird.

Mela Eckenfels (@Felicea): Und weil man es besser wissen _konnte*_. 

Von daher würde ich auf verständnisvolle Signale verzichten und klar machen, dass es eine Entscheidung war. 

Es war eine Entscheidung, denen zuzuhören, die Lügen erzählen, dass es nicht so schlimm kommen werde.

Mela Eckenfels (@Felicea): Oder, dass es nicht real sei.

Oder, dass es eine Verschwörung sei. 

Oder, dass sich $Experte doch damals schon geirrt hätte. 

Gute, qualitativ hochwertige Information war verfügbar. Einordnung war verfügbar.

Es gibt keine Ausrede.

Mela Eckenfels (@Felicea): *) Ich nehme die Leute aus, denen tatsächlich der Zugang zu Information fehlte, weil sie kein Geld haben für Internet (zu Hause), Geräte und auf Quellen aus zweiter Hand angewiesen sind oder für die kein barrierefreier Zugang existiert.

Mela Eckenfels (@Felicea): Von daher könnte eine Reaktion in die Richtung gehen: "Ja,  es ist gut, dass Du jetzt zurückgefunden hast und beginnst die Situation ernst zu nehmen. Aber das macht, was geschehen ist nicht ungeschehen. Es hat Leben gekostet.

Mela Eckenfels (@Felicea): Vergiss das nicht, wenn du das nächste Mal vor einer ähnlichen Situation stehst. Und ich werde Dich dann an das erinnern, was 2020 passiert ist und an deine Verantwortung."

Mela Eckenfels (@Felicea): Es ist auch damit zu rechnen, dass sich nun Wut vermehrt auf die medizinischen Berufe richten wird. 

Weil sie nicht allen helfen können.

Weil sie triagieren müssen. 

Weil die Angehörigen das nicht immer verstehen werden.

Weil Fehlentscheidungen vorkommen werden.

Mela Eckenfels (@Felicea): Lasst nicht zu, dass sie die Last nun doppelt tragen und dafür angefeindet werden.

Meine Bitte an medizinische Berufe: Lasst in der Situation Menschen mit Behinderungen nicht über die Klinge springen, weil es die einfachere Lösung zu sein scheint.

Mela Eckenfels (@Felicea): Wir kenne die Last, die auf Euch liegt, die schwindenden Handlungsmöglichkeiten, die unangenehmen Entscheidungen.

Bitte erkennt ihr unseren Wunsch, auch in der momentanen Situation zu überleben.

Mela Eckenfels (@Felicea): P.S. Lasst bitte auch "victim blaming" nicht zu. Der beste Schutz gegen die Pandemie war eine niedrige Inzidenz. Wer sich infiziert, auch und gerade unter medizinischem Personal, hat nichts falsch gemacht. 

Wir, als Gesellschaft, haben es falsch gemacht.