Treibjagd

  • [l] Bei Umfragen ist ja immer wichtig, dass man die Fragen gesehen hat. Mit lenkenden Fragen kann man Umfragen völlig wertlos machen. Schönes aktuelles Beispiel: Forsa-Umfrage für Phoenix zur SPD.
    Wie schätzen Sie das ein: Gewinnt die SPD eher mit einem ideologischen Linkskurs oder eher mit einem pragmatisch-rationalen Mitte-Kurs
    Damit hat Forsa nicht nur diese Umfrage ruiniert. Auch zukünftige Umfragen können sie sich eigentlich auch direkt sparen. Von denen kann ich nie wieder irgendwas ernst nehmen. (Danke, Axel)


http://blog.fefe.de/?ts=a31380b5

Hintertür in E-Auto-Gesetz: Bundestag schafft Cum-Ex-Ausnahme von Informationsfreiheit

Harmlos mutet der Name einer neuen Regelung an, die der Bundestag nach einem Entwurf des Bundesfinanzministerium Mitte November beschlossen hat: Das „Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ soll Steuervergünstigungen für Anbieter von E-Autos und ähnlichen Mobilitätsangeboten bringen. Und noch ein weiteres Vorhaben versteckt sich hinter dem Gesetz: Das Finanzministerium hat sich nebenbei einer lästigen Transparenzpflicht entledigt.

Das Finanzministerium hat nämlich in dem Gesetz nicht nur Regelungen zur E-Mobilität, sondern auch weitere Gesetzesänderungen versteckt. Darunter ist auch ein Absatz in § 21a des Finanzverwaltungsgesetzes, der Sitzungen zwischen Bundes- und Landesfinanzbehörden regelt. Darin hat das Finanzministerium zwei neue Sätze eingefügt: „Die Vertraulichkeit der Sitzungen ist zu wahren, wenn nicht im Einzelfall einstimmig etwas anderes beschlossen wurde. Für Beratungen im schriftlichen Verfahren gilt entsprechendes.“

Informationsfreiheitsgesetz ausgehebelt

Was unscheinbar daher kommt, hat konkrete Auswirkungen: Die neue Regelung führt dazu, dass das Finanzverwaltungsgesetz als Spezialgesetz zum Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gilt. Im Klartext: Es gibt künftig eine Bereichsausnahme für Beratungen von Finanzbehörden. Sie sind vom IFG ausgenommen, Dokumente aus den Sitzungen können nicht mehr angefragt werden.

Damit kann das Finanzministerium künftig etwa Besprechungen der Länderfinanzbehörden zu Milliarden-Skandalen wie Cum-Ex geheimhalten. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen kritisieren schon lange, dass das Bundesfinanzministerium nötige Änderungen etwa an steuerrechtlichen Vorschriften verschleppt. Die Kritik ist künftig nur noch intern – die Öffentlichkeit kann über Anfragen nichts mehr darüber erfahren.

Die Gesetzesänderung wurde unterdessen still und heimlich durch die Hintertür eingeführt. Nicht einmal in der Gesetzesbegründung, die eigentlich den wesentlichen Inhalt des Gesetzes erläutern müsste, findet man einen Verweis aufs Informationsfreiheitsgesetz. Sie führt lediglich aus, dass Sitzungen von Finanzgremien einen „freien, vertrauensvollen Austausch aller Beteiligten“ bräuchten und deswegen geheim bleiben müssten.

→ zum Gesetzesvorgang



https://fragdenstaat.de/blog/2019/12/04/ifg-bmf-ausnahme-eauto-gesetz/

Wie wahr!

Zitat des morgigen Tages:

„Wer Klimaschutz will, muss auch mit dafür sorgen, dass wir keine Kriege bekommen.“

Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner »Sicherheitskonferenz«, laut dpa-Meldung von Montag

Via Junge Welt

Aufregung um die SPD

Das ehemalige Nachrichtenmagazin titelt: 

Man muss jetzt auf alles gefasst sein. 

Die große Koalition wackelt 

Altkanzler Schröder geht auf Distanz zum neuen Führungsduo 

Rote Revolte 

Was ist passiert? 

Revolution? 

Erdrutsch nach links? 

Die Richtung wurde nur von rechts ein bisschen Richtung Mitte verändert. 

Keine Pointe