Die Schockstrategie und die Epidemie des Anti-Donald-Syndroms (ADS)

Real Game of Thrones

Im Real Game of Thrones überschlagen sich die Ereignisse. Was bisher in den Chroniken aufgezeichnet wurde, erfahren sie hier.

Das Einreiseverbot, mit dem König Donald Reisende aus sieben Ländern für 90 Tage von seinem exzeptionalistischen Imperium fernhalten will, stößt immer noch auf scharfe Proteste. Nicht nur in den Städten des Königreichs, auch im Ausland kam es zu großen Anti-Donald-Demonstrationen.

Dieser Bann, den der neue König ausgesprochen hat, sorgt merkwürdigerweise für sehr viel größere Betroffenheit als die Bomben, die seine Vorgänger seit Jahren genau über diesen Ländern abwarfen. König Obama hatte es im letzten Dienstjahr bekanntlich auf auf 26.172 Abwürfe gebracht und damit zu einem persönlichen Rekord, doch gegen diese Bomben wurde fast nirgendwo demonstriert. Ähnlich ist die Lage auch bei der so heftig kritisierten Migrationspolitik Donalds, bei der es sich, wie Chronisten des Königreichs jetzt herausgefunden haben, um ein Plagiat handelt. Donald hatte sich bei einer 20 Jahre alten Rede von Bill "Free Willy"Clinton bedient, gegen die aber damals weder "Pussyhats" noch sonstwer protestierten.

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Wahlkampf-Strategie der AfD für 2017 — 33 (sic!) Seiten

Hier

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Quelle und Meinungen und am Ende eine Aufforderung:

Vice hat die Wahlkampfstrategie der AfD und hier könnt ...

Vice hat die Wahlkampfstrategie der AfD und hier könnt ihr sie einsehen (Vorsicht, gammelige Ranzsite mit Javascript-Nerv-Login-Kack).

Die wichtigen Erkenntnisse sind:

  • Die Kritik, dass die AfD sich nicht von Rechtsextremen abgrenzt, funktioniert.

  • Hassgegner der AfD sind die Grünen mit ihrer genderfluiden Multikulti-Öko-Political-Correctness, aber Angstgegner der AfD ist die CSU.
    "Die CSU (…) ist inzwischen in ihren Forderungen und ihrer Wortwahl oft kaum noch von der AfD zu unterscheiden (…)" (S.21)

Der inhaltlich spannende Teil sind aber die Stärken und Schwächen (geht los auf Seite 12). Da sieht man, dass sie glauben, den Führungsstreit und das Image als zerstrittene Partei abgelegt zu haben. Hier ergibt sich ja schon mal direkt, dass man bei dem Höcke-Nicht-Rausschmiss nochmal ein bisschen dissonant nachhaken könnte.

Für ihre Hauptschwäche halten sie, dass sie zu wenig Mitglieder haben, und die zu wenig Beiträge zahlen. Da konnte man also auch mal angreifen, wenn man die AfD bekämpfen wollte.

Der nächste Punkt ist, dass sie kein Expertenwissen haben, weil sie nicht mit Verbänden kooperieren, weil die Verbände Angst davor haben, mit der AfD auch nur in einer Stadt gesehen zu werden. Da könnte man auch noch mal verstärkend tätig werden, wenn man die AfD bekämpfen wollte. Und auch hier machen sie sich große Sorgen, dass unter ihren befreundeten Gruppierungen welche zu haben, die von den Mainstreammedien als rechtsextrem eingeschätzt werden.

Sehr unterhaltsam ist auch Schwäche 4 auf der Liste, der sich langatmig darüber beklagt, die anderen Parteien würden die AfD mithilfe "einschlägigen Nazivergleich-Vokabulars" stigmatisieren — und dann verwenden sie geradezu flächendeckend das Wort "Altpartei", ihre Version des Nazi-Kampfbegriffes "Systempartei". Als ob irgendeine Partei ältere Inhalte vortrüge als die AfD!

AfD-interne Umfragen zeigen, dass die Bemühungen der Altparteien und von Teilen der Medien und Verbände, die AfD als rechtsextrem darzustellen, nicht ohne Erfolg sind. Je stärker die Zielgruppen um ihr gesellschaftliches Ansehen besorgt sind, desto weniger trauen sie sich, ein öffentliches Bekenntnis zur AfD abzulegen.
Für den Fall, dass die AfD das nicht alleine hinkriegt, obwohl sie natürlich alleinig im Besitz der Wahrheit sind, …
In diesem Zusammenhang sollte neben der Meinungsforschung auch auf professionellen Rat aus der Branche der Imageberater zurückgegriffen und die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden.
Die Lösung sehen sie im Angriff nach vorne, gegen die "Political Correctness".

Besonders wütend ist die AfD darüber, dass sie keinen Credit kriegen, wenn andere Parteien ihre Positionen stehlen, oder wenn sie Nazis rausschmeißen. Ins Fernsehen werde die AfD nur eingeladen, um sie dann vorzuführen oder plattzumachen.

Der Lösungsansatz dafür ist, dass man eben noch weiter nach rechts rückt, wenn die CSU einem zu nahe kommt. Und wenn die CSU einen rechts überholt, dann muss man das auch mal öffentlich kritisieren! (Ich freu mich schon!)

Für linke Gruppen ein besonderes Fest wird Schwäche 6 sein.

Längst haben die professionellen, staatlich alimentierten Störer von der sogenannten „Antifa“ die AfD als Mittel entdeckt, ihre Legitimität und ihre eigene gesellschaftliche „Nützlichkeit“ durch Attacken auf die AfD zu erhöhen.

So und jetzt möchte ich gerne von den anderen Parteien die Strategiepapiere geleakt sehen.

Quelle: http://blog.fefe.de/?ts=a66bc6b8