Mehr Schotter, mehr Hügel: München wird endlich SUV-freundlich umgebaut

München (EZ) | In deutschen Großstädten werden immer mehr SUVs zugelassen. Leider sind die meisten Städte gar nicht SUV-tauglich. München wird das nun ändern und Gelände schaffen, wo bisher Straßen sind.

“Wir bauen Hügel und Schotterpisten, wohin das Auge reicht,” sagte Bürgermeister Dieter Reiter heute bei der Vorstellung der Infrastrukturmaßnahme “München 2020”. Erste Arbeiten werden im Laufe des kommenden Frühjahrs beginnen.

Dann wird der Asphalt großflächig von den Straßen gerissen und geländeähnliche Pisten geschaffen, auf denen sich die großen SUVs austoben können. “Sie werden den Stachus beispielsweise nicht mehr wiedererkennen,” so Reiter begeistert.

In München werden immer mehr dieser riesigen Wagen zugelassen. Aber es wurden eben auch zahlreiche Stimmen laut, die die SUV-Untauglichkeit der bayrischen Landeshauptstadt bemängelten.

“Sehr viele der größtenteils vermögenden Besitzer wünschen sich eine Stadt, in der sie ihre Gefährte auch vernünftig nutzen können,” so Reiter. “Auf üblichen Großstadtstraßen macht so ein SUV ja nun wirklich kaum Sinn.”

Weiterlesen

(JPL/Fotomontage: EZ. Material: „AHAS Visit (147)“ von Akbar Khan Niazi – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. //  “2268 – München – Karlsplatz” by Andrew Bossi – Own work. Licensed under CC BY-SA 2.5 via Wikimedia Commons.)

Nächster Ärger: Sächsischer Polizei-Panzer kann nur Richtung Osten fahren


Dresden (dpo) - Nach der medialen Aufregung um ein aufgesticktes Logo im neuen Anti-Terror-Panzer der sächsischen Polizei droht nun neuer Ärger: Offenbar kann das gepanzerte Fahrzeug nur nach Osten fahren. Eine erste Testfahrt musste kurz vor der polnischen Grenze abgebrochen werden.

"Irgendetwas stimmt da nicht", erklärt Gutachter Jörg Kuster, der das Fahrzeug testete. "Es war direkt verdächtig, dass im Navi des fabrikneuen Panzers automatisch Breslau als Ziel eingestellt war. Und bei der ersten Fahrt war klar: Egal, was man macht, vorwärts geht es nur Richtung Osten. Da wurde eindeutig gepfuscht."
Eine effektive Verwendung wird so nahezu unmöglich da das Fahrzeug vor jedem Einsatz erst westlich vom Gefahrenherd platziert werden muss und selbst dann nur sehr eingeschränkt manövrieren kann.
Von Pfusch will man beim Hersteller Rheinmetall jedoch nichts wissen. Der Kriegsfahrzeughersteller beteuert: "Es handelt sich hier um eine Sonderanfertigung, die wir exakt nach den Wünschen des sächsischen Innenministeriums bereitgestellt haben."
Dies dürfte auch eine ganze weitere Reihe an "dubiosen Features" erklären:
- Das Radio empfängt nur den Sender Gleiwitz.
- Die Sirene spielt statt eines Warntons das Horst-Wessel-Lied.
- Der Motor lässt sich nur mit Ariernachweis starten.
- Der rechte Scheibenwischer steht ständig nach vorne ab.
Das sächsische Innenministerium bestätigte auf Anfrage, dass diese Besonderheiten nach Wunsch eingebaut wurden. "Das ist alles nur für den internen Gebrauch bestimmt und entspricht den lokalen Gepflogenheiten in Sachsen. Keine Sorge. Das wird schon seit 1991 so gehandhabt."
Sollte die Öffentlichkeit aber weiterhin kleinliche Befindlichkeiten an der sächsischen Polizei auslassen, dann sehe man sich gezwungen die Undercover-Funktion einzusetzen und das Fahrzeug dadurch praktisch unsichtbar werden zu lassen.
Dieser Screenshot von der Webseite des SEKs zeigt, wie:
ssi, dan; Foto oben dpa 

Das Sondereinsatzkommando Sachsen und die „Judenlettern“

Der neue SEK-Antipersonen-Gefechtspanzer "Survivor R" des SEK Sachsen hat gerade schlechte Presse wegen der Schriftart und Ästhetik der Sitzbestickungen. Das Sächsische Staatsministerium des Innern weist das natürlich entschieden zurück.

Und das scheint unter SEKs stilistisch sogar so üblich zu sein.

Aber der größte Lacher an der ganzen Panzer-Geschichte ist, dass das Fahrzeug einen Untercover-Modus hat (Vorsicht: Nervige Anti-Adblocker-Popupkacke, Screenshot gibt es hier). Ich stelle mir das gerade vor, wie die mit dem Boliden vorfahren, beim Einparken versehentlich ein paar Autos zerquetschen, und dann vor deinen Augen triumphierend grinsend den Undercover-Modus deaktivieren und dann fällt es dir wie Schuppen von den Augen!1!!

Update: Übrigens, aus Fontnerd-Sicht ist die Schriftart überhaupt kein "Nazi-Font", sondern eher im Gegenteil. Die Nazis haben an der Abschaffung von Fraktur-Schriften gearbeitet, nannten sie sogar Judenschrift. Nein, wirklich! Money Quote:

Goebbels betonte fünf Vorteile der Antiqua: 1. Wirksamere Verbreitung deutscher (Propaganda-)Schriften im Ausland; 2. verbesserte Möglichkeiten, eroberte Gebiete zu verwalten; 3. Absicherung der militärisch-politischen Herrschaft durch eine schriftlich-kulturelle Dominanz; 4. Abgrenzung gegenüber der Sowjetunion und Anpassung an Westeuropa mit einer einheitlichen europäischen (deutschen) Schrift; 5. wirtschaftliche Vorteile durch Verbesserung des Absatzes deutscher Bücher im Ausland.

Update: Oh, das Fass hätte ich wohl nicht aufmachen sollen. Jetzt kommen hier Fraktur-Nerds und weisen darauf hin, dass das falsche Binnen-S verwendet wurde. Frakturschriften haben zwei Zeichen für s, das eine sieht aus wie ein f ohne Querstrich, das andere wie ein s. Im Wort verwendet man das lange s, am Wortende das kurze. Das haben sie verkackt. Also fassen wir zusammen: Sie haben die falsche Schriftart genommen, sie haben sie falsch angewendet, und es sieht auch noch wie das falsche Wappen aus...?

Quelle: http://blog.fefe.de/?ts=a4c951a7

Zur Schriftart siehe auch hier Und da.