Nachlese zur Wahl in den USA

„Wolfgang Schäuble ist angesichts der Wahl von Donald Trump in den USA sehr besorgt – auch in Hinblick auf die Situation bei uns. In der Bild-Zeitung schreibt er: ‚Demagogischer Populismus ist nicht nur ein Problem Amerikas. Auch anderswo im Westen sind die politischen Debatten in einem besorgniserregenden Zustand.‘ 

Diese Reaktion war zu erwarten. Wieder einmal soll alles hauptsächlich eine Frage des Diskurses, der Vermittlung oder von mangelnder Transparenz sein. Ich frage mich: Warum nur ist es so schwer zu begreifen, dass schlechte Politik durch ‚Erklären‘ nicht besser wird? 

Immer mehr Menschen machen in Deutschland leidvolle und entwürdigende Erfahrungen mit Hartz IV. Viele spüren jeden Monat von Neuem, dass ihr Lohn zum Leben kaum reicht und sie können sich ausrechnen, dass sie später nur eine Armutsrente zu erwarten haben. Diese und unzählige andere soziale Ungerechtigkeiten kann man durch Erklärungen nicht wegreden. 

Für mich ist klar: Nötig ist eine grundlegend andere Politik, die sich an den sozialen Interessen der großen Mehrheit der Bevölkerung orientiert statt an den Interessen von Superreichen und Konzernen. Eine Politik, die Beschäftigte nicht wehrlos macht wie die Agenda-Gesetze, sondern die sie schützt, im Konflikt mit der Kapitalseite stärkt und ihrem Leben Sicherheit gibt. Dafür werde ich weiter Druck machen. 

Für ein gutes Leben für uns alle mit guter Arbeit, guten Löhnen und guter Rente!“

Sahara Wagenknecht

FAQ zur US-Wahl

Welche Auswirkungen hat der Ausgang der Wahl auf Deutschland?

Egal, wer die Wahl gewinnt: Als Deutscher dürfen Sie sich grundsätzlich überlegen fühlen und die Wähler in den USA für ihre Dummheit verachten. Ob der Atomkrieg mit Russland am Ende aus geostrategischen Hardliner-Positionen entsteht (Clinton) oder das Ende einer Twitterfehde mit Wladimir Putin ist (Trump), spielt ohnehin keine große Rolle.“

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