Der Russe war‘s!

Die Russen haben angeblich das Regierungsnetz gecybert!1!!

Gut, dass sie da keine peinlichen Geheimnisse finden konnten, weil unsere Regierung nicht genug gearbeitet hat, um peinliche Geheimnisse zu produzieren.

Lacher am Rande:

Ausländische Hacker sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in das bislang als sicher geltende Datennetzwerk des Bundes und der Sicherheitsbehörden eingedrungen.
Ja, äh, nee. Wer zu irgendeinem Netz annimmt, es sei schon sicher, ist inkompetent und sollte gefeuert werden. Erst Recht, wenn das Netz von einem externen Dienstleister betrieben wird, wie T-Systems in diesem Fall.
Die Angreifer sollen Sicherheitskreisen zufolge der Gruppe "APT28" angehören, die viele Fachleute russischen Regierungsstellen zurechnen.
Äh, nein. Schlangenöl-Verkäufer mit Panikschürmotiv verbreiten Ammenmärchen. Niemand hat da irgendwas zuordnen können. Es gibt da bloß unbelastbares Hörensagen aus nicht ernstzunehmenden Quellen mit kommerziellem Panikschürhintergrund.

Was für eine Farce mal wieder.

Hey, wisst ihr noch damals, als München auf Linux umgestellt wurde und von den Russen gehackt wurde? Nicht? WEIL ES NICHT PASSIERT IST. Ja warum bloß!1!!

Die Lösung für mehr Windows-Malware ist mehr Windows. Genau wie bei School Shootings in den USA. Die Lösung für mehr Gun Violence sind mehr Guns.

Quelle: http://blog.fefe.de/?ts=a4681be4

CSU – Heimatsministerium: Supersicher im Superüberwachungsstaat

Seehofer, ja, der Seehofer, plant Großes: Täter und Opfer sollen errechnet werden.

„Seine volle Gruselpracht entfaltet "Predictive Policing" jedoch, weil neben den orts- und verdächtigen-basierten Ansätzen inzwischen das opferbasierte Predictive Policing entstanden ist. Das dahinterstehende Denkmodell trägt den Namen "Repeat Vicitimisation" oder "Re-Viktimisierung". 1992 stellte die britische Polizei fest (PDF), dass nur 6,7 Prozent der Bürger Opfer von sagenhaften 52,3 Prozent aller (gemeldeten) Straftaten wurden, die meisten darunter fünf und mehr Mal.

Rein effizienzbasiert betrachtet könnte man also mit einer Überwachung von Kriminalitätsopfern rund die Hälfte der Verbrechen adressieren, die beste Begründung für eine Ausdehnung der bisherigen Überwachung zur Superseehofer'schen Superüberwachung. Denn nach dieser Lesart teilt sich die gesamte Gesellschaft in Täter, Opfer und Noch-Nicht-Opfer. Und für alle drei bestehen hervorragende, digital berechnete Gründe, sie zu überwachen. Zu ihrer eigenen Sicherheit. Also wird es unter Superseehofer geschehen. Und wer darin - in der algorithmischen Ausspähung der Opfer - keine Grundrechtsaggression sieht, dem ist auch nicht mehr zu helfen.“

Volltext

Foto: André Freud Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“